SUMMA

SUMMARUM

JAHRESBERICHT

2025

VORWORT

Im Jahr 2025 konnte ACADEMIA SUPERIOR aktuelle Zukunftstrends analysieren und breitenwirksam kommunizieren: geopolitische Entwicklungen, die Herausforderungen und Perspektiven der Künstlichen Intelligenz sowie Meinungsfreiheit in ihrer Bedeutung für Kunst und Gesellschaft standen im Fokus unseres öffentlichkeitswirksamen Diskurses.

Das erstmalige Setzen von klaren Inhaltlichen Schwerpunkten mit „Special Issues“ unseres Quarterly schärfte das Profil von ACADEMIA SUPERIOR: Das Empowerment von Frauen, die Chancen mit Digitalisierung eine resilientere Gesellschaft zu ermöglichen und neue Wege für eine bessere und längere Gesundheit prägte unsere Veröffentlichungen. ACADEMIA SUPERIOR analysierte dafür sowohl internationale wie nationale Trends und Entwicklungen, um diese maßgeschneidert für Oberösterreich anwendbar zu machen. Der Kick-off von Workshops mit hochkarätigen Expertinnen und Experten erzeugte die Basis für die Erarbeitung einer Zukunftsstrategie zum Thema „Gesundheit“ im Jahr 2026.

Der wissenschaftliche Beirat von ACADEMIA SUPERIOR wurde in seiner Zusammensetzung gezielt weiterentwickelt und ergänzt, um seine fachliche Breite zu stärken und die Expertise des Gremiums noch enger an zentrale Zukunftsfragen heranzuführen.

Durch Ihr Engagement können wir weiterhin abseits von tagesaktuellen Entwicklungen als Think Tank forschen, analysieren und generationenübergreifend kommunizieren. Dafür haben wir unsere Social Media Strategie intensiviert und neue Formate entwickelt.

Unser Auftrag ist unverändert: Zukunftschancen für Oberösterreich entdecken, kommunizieren und mit Partnerinnen und Partnern umsetzen. Dieser Bericht zeigt unser Denken und Tun – wir freuen uns auf Ihre weitere Unterstützung.

Die Zukunft beginnt mit

UNSEREN GEDANKEN

GESTALTEN WIR SIE

INHALT

KURZDARSTELLUNG

INHALT UND THEMEN

Das Jahr 2025 knüpfte an die inhaltliche Ausrichtung von ACADEMIA SUPERIOR an und setzte neue Akzente in den zentralen Zukunftsfeldern. Mit Dialogen zu Künstlicher Intelligenz und Kunstfreiheit, datenbasierten Surprise Facts sowie den Future Sessions zur Gesundheit 2040 wurde der Blick auf jene Entwicklungen geschärft, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt prägen. Im Mittelpunkt stand erneut das Ziel, Orientierung in einer komplexen Gegenwart zu bieten und fundierte Impulse für die langfristige Gestaltung gesellschaftlicher Transformationsprozesse zu liefern.

AKTIVITÄTEN UND PUBLIKATIONEN

Ein Höhepunkt des Jahres blieb die Veranstaltungsreihe „DIALOG“, die 2025 mit Gästen wie Paul Krisai, Sepp Hochreiter und Xenia Hausner fortgeführt wurde. Krisai beleuchtete die geopolitischen Spannungen Europas aus journalistischer Perspektive, Hochreiter diskutierte die Chancen und Grenzen Künstlicher Intelligenz, und Hausner rückte die Bedeutung von Kunstfreiheit und gesellschaftlichem Mut in den Mittelpunkt. Die Abende verbanden analytische Tiefenschärfe mit einem offenen, konstruktiven Dialog über die zentralen Herausforderungen unserer Zeit.

Im Jahr 2025 setzte ACADEMIA SUPERIOR seine Dialogarbeit mit zwei hochrangig besetzten Round Tables fort. In den Räumlichkeiten des Kepler Klinikums Linz diskutierte der US-Politikwissenschaftler Prof. Carson Holloway mit Expertinnen und Experten aus Medizin, Wissenschaft und Verwaltung über die Bedeutung freier Meinungsäußerung in einer zunehmend polarisierten Öffentlichkeit. Ein weiterer Round Table in Wien brachte Lord Brian Griffiths mit führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Forschung zusammen. Beide Gespräche verdeutlichten, wie eng politischer Diskurs, wissenschaftliche Evidenz und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verknüpft sind – und welche Rolle offene, faktenbasierte Debatten für die Zukunftsfähigkeit demokratischer Gesellschaften spielen.

Mit dem Auftakt der neuen Reihe „KONSENS – Gemeinsam Lösungen entwickeln“ setzten die Industriellenvereinigung Oberösterreich und ACADEMIA SUPERIOR ein gemeinsames Zeichen für evidenzbasierten Dialog jenseits polarisierter Debatten. Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung stand die Zukunftsfähigkeit des österreichischen Steuersystems, das mit einer Staatsquote von 56 Prozent und einer Abgabenquote von 45,5 Prozent vor erheblichen Strukturherausforderungen steht.

In ihren Impulsen plädierten Dr. Margit Schratzenstaller und Univ.-Prof. Dr. Michael Tumpel für ein klarer strukturiertes, vereinfachtes und langfristig verlässliches Steuersystem. Die anschließende Diskussion mit Mag. Anette Klinger und Mag. Erich Lehner zeigte breiten Konsens über die Notwendigkeit eines entschlackten Steuerrechts, effizienter digitaler Verwaltungsprozesse und eines transparenteren, output-orientierten Förderwesens.

Die neue Reihe verdeutlicht, wie wissenschaftliche Expertise und wirtschaftliche Praxis gemeinsam Orientierung für zentrale Zukunftsfragen schaffen können.

Die ACADEMIA SUPERIOR Zukunftskonferenzen boten im Rahmen der JKU Science Holidays auch 2025 einen geschützten Raum für Kinder und Jugendliche, um sich aktiv mit zentralen Zukunftsfragen auseinanderzusetzen. In Workshops entwickelten die Teilnehmenden eigene Ideen, reflektierten gesellschaftliche Herausforderungen und präsentierten ihre Überlegungen in einem professionell begleiteten Diskussionsformat. 

Mit den Gesundheitsworkshops setzte ACADEMIA SUPERIOR 2025 einen besonderen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung eines leistungsfähigen und steuerungsfähigen Gesundheitssystems. Vertreterinnen und Vertreter aus Medizin, Verwaltung, Pflege, Pharmazie und Gesundheitsökonomie diskutierten zentrale Herausforderungen – von Fachkräftemangel und Finanzierung bis zu Digitalisierung und Prävention. Die Workshops dienten als analytischer Raum, um strukturelle Leitlinien für ein zukunftsorientiertes Gesundheitswesen zu erarbeiten und den Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft zu vertiefen.

Vier Ausgaben des „ACADEMIA SUPERIOR QUARTERLY“ bündelten internationale Forschungsergebnisse zu wesentlichen Zukunftsthemen und ordneten sie analytisch ein. Ergänzend lieferten die regelmäßig erscheinenden „Surprise Facts“ pointierte Einblicke in neue, oft unerwartete wissenschaftliche Befunde und setzten damit zusätzliche Impulse für die gesellschaftliche Debatte.

TAKE-AWAYS

Die Ergebnisse der Arbeit von ACADEMIA SUPERIOR im Jahr 2025 mündeten in 15 praxisorientierten Empfehlungen, die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern wie auch der breiten Öffentlichkeit konkrete Orientierung bieten. Sie verstehen sich als Einladung, zentrale Zukunftsfragen aktiv aufzugreifen und in gemeinsamer Verantwortung tragfähige, nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

DER WISSENSCHAFTLICHE BEIRAT

Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger

Wissenschaftlicher Leiter von ACADEMIA SUPERIOR, Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik und Organisationseinheitsleiter des Zentrums für Pathobiochemie und Genetik, Medizinische Universität Wien, stv. Vorsitzender der Bioethikkommission des Bundeskanzlers, ehemaliges Mitglied des Universitätsrats der Johannes Kepler Universität Linz, mehrfach ausgezeichneter Buchautor.

Univ.-Prof. Dr. Jesús Crespo Cuaresma

Professor für Makroökonomie, Vorstand des Instituts für Makroökonomie, Wirtschaftsuniversität Wien, Director of Economic Analysis am Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital, Award for Innovative Teaching 2017 (Wirtschaftsuniversität Wien), Mitglied des CESifo.

Dr.in Henrietta Egerth-Stadlhuber

Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG),
Mitglied des Universitätsrats der Universität Wien.

BM a.D. Univ.-Prof. i.R. Dr. Heinz Faßmann

Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ehem. Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, ehem. Vizerektor der Universität Wien, Professor für Angewandte Geographie, Migration und Demographie, Universität Wien.

Univ.-Prof. Dr. Matthias Fink

Professor für Innovation Management und Entrepreneurship, Johannes Kepler Universität Linz, Vorstand des Instituts für Innovation Management, Johannes Kepler Universität Linz.

Univ.-Prof. Dr. Martin Halla

Professor für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsuniversität Wien, Research Fellow, Institute for the Study of Labor (IZA), Bonn, Research Affiliate, CESifo, München.

Univ.-Prof. Dr. Reinhard Haller

Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, ehem. Chefarzt der Stiftung und Leiter Krankenhaus Maria Ebene, international renommierter Experte für Kriminalpsychiatrie, Buchautor, Psychotherapeut und Gerichtsgutachter.

Univ.-Prof. Dr. Sepp Hochreiter

Professor für Künstliche Intelligenz, Johannes Kepler Universität Linz, Vorstand des Instituts für Machine Learning, Johannes Kepler Universität Linz, Scientific Director, LIT AI Lab, Johannes Kepler Universität Linz, Mitentwickler der Long Short-Term Memory (LSTM)-Architektur.

Sir Richard Timothy Hunt

Biochemiker, Nobelpreisträger für Medizin 2001, Auszeichnung mit der Royal Medal 2006, Ernennung zum Ritter 2006.

Prim.a Dr.in Adelheid Kastner

Fachärztin für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Leiterin der Klinik für Forensische Psychiatrie, Kepler Universitätsklinikum Linz, Gerichtssachverständige forensische Psychiatrie.

Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Sabine T. Köszegi

Professorin für Arbeitswissenschaft und Organisation, Technische Universität Wien, Leiterin des Forschungsbereichs Human Centered Technology, Technische Universität Wien, Mitglied des Rats für Robotik und Künstliche Intelligenz der österreichischen Bundesregierung.

ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Kurt Kotrschal

Verhaltensbiologe, ehem. Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Vergleichende Verhaltensforschung, Universität Wien, Mitbegründer des Wolfsforschungszentrums Ernstbrunn.

Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas

ehem. Rektor der Johannes Kepler Universität Linz, Professor für Zivilrecht und Leiter der Abteilung Grundlagenforschung am Institut für Zivilrecht, Johannes Kepler Universität Linz, geschäftsführender Gesellschafter der Forschungsverwertungsgesellschaft DMLG.

Univ.-Prof. Dr. Johannes Reichl

Professor für Energieökonomie, Johannes Kepler Universität Linz, Leiter des Energieinstituts an der Johannes Kepler Universität Linz, Research Fellow, Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz.

Mag. Mic Hirschbrich

Unternehmer und Investor, Co-Founder und ehem. CEO, Updatemi GmbH, Gründer, The Fact Finder, Experte für digitale Geschäftsmodelle und Plattformökonomie.

Univ.-Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer

Professorin für Gender Medicine, Medizinische Universität Wien, Leiterin der Universitätsklinik für Innere Medizin III, Medizinische Universität Wien, Leiterin der Gender Medicine Unit, Medizinische Universität Wien.

Monika Langthaler, MSc

Trägerin des Großen Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, Mitbegründerin und geschäftsführende Gesellschafterin von brainbows – the information company, ehem. Abgeordnete zum Nationalrat und Europarat, Vizepräsidentin Ökosoziales Forum Österreich, Direktorin R20 Austria & EU, seit 2017 Direktorin der internationalen Klimakonferenz Austrian World Summit – The Schwarzenegger Climate Initiative.

Univ.-Prof. Dr. Bernd Lamprecht

Professor für Innere Medizin, Johannes Kepler Universität Linz, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde, Kepler Universitätsklinikum Linz, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie.

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal

Professor und stv. Vorstand am Institut für Arbeits- und Sozialrecht, Leiter des Österreichischen Instituts für Familienforschung und Mitwirkender am Institut für Ethik und Recht in der Medizin, Universität Wien, Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften.

Dr. Ernest G. Pichlbauer

Gesundheitsökonom, pathologist and independent health care scientist, Assistenzprofessor für Evidenzbasierte Medizin (vormals Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien), Tätigkeit in Gesundheitsplanung und Gesundheitspolitik, Gesundheitspolitischer Kolumnist.

Univ.-Prof.in Dr.in Anita Rieder

Vizerektorin für Lehre der Medizinischen Universität Wien, Professorin für Sozialmedizin, Leiterin des Zentrums für Public Health und der Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin, Medizinische Universität Wien, Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 2013.

Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak

Professor für Sozialethik, Keough School of Global Affairs, University of Notre Dame, Direktor des Nanovic Institute for European Studies, University of Notre Dame.

Prof.in Dr.in Danielle Spera

Journalistin und Publizistin, ehem. Direktorin des Jüdischen Museums Wien.

emer. Univ.-Prof.in DDr.in Christiane Spiel

Professorin für Bildungspsychologie, Universität Wien, ehem. Dekanin der Fakultät für Psychologie, Universität Wien, ehem. Mitglied des Rats für Forschung und Technologieentwicklung.

Bruder David Steindl-Rast

Benediktinermönch im amerikanischen Kloster Mount Saviour, Buchautor, Mitbegründer des Center for Spiritual Studies 1968, Martin Buber Award 1975 für das Engagement im Dialog der Religionen, Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 2023.

Univ.-Prof. Dr. Christoph Teller

Professor für Handels- und Standortmanagement, Johannes Kepler Universität Linz, Vorstand des Instituts für Handel, Absatz und Marketing, Johannes Kepler Universität Linz.

Univ.-Prof. Dr. Philipp Ther

Professor für Geschichte Ostmitteleuropas, Universität Wien, Leiter des Research Center for the History of Transformations, Universität Wien.

Prof.in Dr.in Monika Köppl-Turyna

Direktorin, EcoAustria – Institut für Wirtschaftsforschung, Professorin für Volkswirtschaftslehre, Fachhochschule Wiener Neustadt.

Priv.-Doz. Dr. Jürgen Wallner

Leiter des Bereichs Ethik (Klinische, Organisations- und Sozialethik), Barmherzige Brüder Österreich, Privatdozent für Rechtsethik, Universität Wien.

Alan Webber

Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Buchautor, Mitbegründer des Business Magazins Fast Company, ehem. Herausgeber der Harvard Business Review, Bürgermeister von Santa Fe, New Mexico, USA.

Univ.-Prof.in Dr.in Christine Vallaster

Professorin für Betriebswirtschaftslehre (Business), Universität Salzburg, stellvertretende Fachbereichsleiterin Marketing & Organisation, Universität Salzburg.

em. o. Univ.-Prof. Dr. Anton Zeilinger

Quantenphysiker, Universität Wien, Nobelpreisträger für Physik 2022, ehem. Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Mitglied der U.S. National Academy of Sciences, Preisträger zahlreicher internationaler Auszeichnungen (z.B. John-Stewart-Bell-Preis, Willis-E.-Lamb-Preis, IsaacNewton-Medaille).

em. Univ.-Prof. DDr. Paul M. Zulehner

Pastoraltheologe und Pastoralsoziologe, Universität Wien, Mitglied der Österreichischen und Europäischen Akademie der Wissenschaften, vielfacher Preisträger (Kunschakpreis, Rennerpreis, Innitzerpreis).

INSIDE ACADEMIA

KOOPERATIONSPARTNER 2025

Die Zusammenarbeit mit anderen und ein stabiles Netzwerk mit Gleichgesinnten sind zentrale Komponenten für die gemeinsame Arbeit an Zukunftsthemen. Viele unserer Veranstaltungen und Projekte bei ACADEMIA SUPERIOR entstehen in enger Kooperation mit Partner:innen und Wegbegleiter:innen. Diese Kooperationen bereichern unsere Arbeit und tragen dazu bei, dass wichtige Themen durch gemeinsame Formate und Aktivitäten zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten.

Wir danken allen Partner:innen und Unterstützer:innen, die im Jahr 2024 erneut dazu beigetragen haben, gemeinsam Zukunft zu gestalten.

Energie AG
HYPO OÖ
JKU
KeplerUniversitaetsKlinikum
Land OÖ

RAUM FÜR ZUKUNFT

Mit ACADEMIA SUPERIOR in Kontakt zu treten und im Austausch zu bleiben, ist auf vielfältige Weise möglich. In den Büroräumlichkeiten im Science Park 2 der Johannes Kepler Universität (JKU) arbeitet das Team an Zukunftsthemen, Projekten und Veranstaltungen. Neben einem regen Ideenaustausch finden hier auch Workshops, Diskussionen und Gespräche im kleinen Kreis statt.

Wer immer up to date bleiben möchte, abonniert am besten unseren Newsletter oder unsere Einladungen und folgt uns auf Social Media.

ACADEMIA SUPERIOR QUARTERLY

Die vierteljährlich erscheinenden ACADEMIA SUPERIOR Quarterly fokussierten 2025 auf KI, Resilienz, Gesundheitsinnovationen und gesellschaftliche Entwicklungen. Themen wie generative KI, nachhaltige Technologien, psychische Gesundheit und Demokratiebildung wurden analysiert. Alle Ausgaben enthielten praxisnahe Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft.

DAS JAHR 2025

Das Jahr 2025 in Zahlen, Daten, Fakten:

2025 stand für ACADEMIA SUPERIOR im Zeichen der inhaltlichen Vertiefung und der konsequenten Weiterentwicklung der digitalen Formate. Zugleich wurden neue Dialogräume eröffnet, etwa durch den Start des gemeinsamen Formats KONSENS mit der Industriellenvereinigung. Damit wurden Reichweite, Expertise und gesellschaftliche Wirksamkeit gezielt ausgebaut.

Highlights 2025:

• Ausbau von Reels, YouTube Shorts und datenbasierten Social-Media-Formaten
• Vertiefung der inhaltlichen Expertise durch neue Analysen und Workshops
• Kick-off des Dialogformats „KONSENS – gemeinsam Lösungen entwickeln“ mit der IV OÖ
• Erweiterung der Surprise Facts und des Quarterlys um neue Themenschwerpunkte

20270

BESUCHER:INNEN AUF DER WEBSITE​

191

SEITEN PUBLIKATIONEN

344

FOTOS AUF FLICKR IN 11 ALBEN

152

WORKSHOP TEILNEHMER:INNEN

6700

FOLLOWER AUF X

1900

DOWNLOADS VON INHALTEN

47

HOCHGELADENE VIDEOS

50.000

VIDEOAUFRUFE AUF YOUTUBE

1347

GÄSTE BEI VERANSTALTUNGEN

14

VERANSTALTUNGEN

9

EINGELADENE EXPERT:INNEN

2

ZUKUNFTSKONFERENZEN MIT 50 KINDERN

67

STORIES AUF INSTAGRAM

75

POSTINGS AUF FACEBOOK

ZUKUNFTSKONFERENZ

YOUNG ACADEMIA Zukunftskonferenz 2025 im Rahmen der JKU Science Holidays 

Im Rahmen der Science Holidays an der Johannes Kepler Universität Linz führte ACADEMIA SUPERIOR im Juli zwei Workshops mit insgesamt knapp 50 Kindern im Alter von zehn bis elf Jahren durch. Ziel war es, ein grundlegendes Verständnis dafür zu vermitteln, was Zukunft bedeutet, welche Fragen sie aufwirft und wie sie aktiv mitgestaltet werden kann. Die Teilnehmenden entwickelten eigenständig Projektideen zu Themen wie Klimaschutz, nachhaltiger Mobilität, technologischer Innovation und gesellschaftlichem Zusammenhalt und präsentierten diese im Rahmen einer abschließenden Zukunftskonferenz.

Im Verlauf der Workshops zeigte sich eine beeindruckende thematische Bandbreite. Die Kinder stellten Fragen zur langfristigen Entwicklung der Welt, zu Krieg und Frieden, zur Rolle künstlicher Intelligenz, zur Zukunft von Schule und Arbeit sowie zu existenziellen Fragen wie dem Leben nach dem Tod oder der Möglichkeit von Zeitreisen. Ebenso diskutierten sie technologische Visionen wie fliegende Autos, Teleportation, intelligente Maschinen oder Reisen ins All. Neben technologischen Ideen formulierten sie klare gesellschaftliche Anliegen – etwa weniger Streit, keine Ausgrenzung, mehr Pausen in der Schule, mehr Musikunterricht oder eine saubere Umwelt ohne Mikroplastik.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Kinder bereits in jungen Jahren komplexe gesellschaftliche, ökologische und technologische Entwicklungen wahrnehmen und kritisch hinterfragen. Gleichzeitig formulieren sie konkrete, lösungsorientierte Vorstellungen: von Maschinen, die Müll sammeln oder Mikroplastik aus dem Meer filtern, über elektrische Flugzeuge und schwebende Fahrzeuge bis hin zu Robotern, die beim Lernen oder Einkaufen unterstützen. Die Workshops lieferten damit differenzierte Einblicke in die Perspektiven, Werte und Zukunftsbilder der nächsten Generation.

14. Juli 2025 und 21. Juli 2025
Johannes Kepler Universität Linz, Science Park 2, Z74
Jeweils 09:00 bis 11:45

Die Fragen an die Zukunft der jungen Denkerinnen und Denker behandelten unter anderem folgende Themen:

  • Klimawandel und Umweltschutz
  • Krieg, Frieden und globale Sicherheit
  • Künstliche Intelligenz und technologische Entwicklungen
  • Zukunft von Schule, Lernen und Arbeit
  • Raumfahrt, Zeitreisen und Entwicklungen der Menschheit

Auswahl von erarbeiteten Zukunftsideen:

THEMENBEREICH UMWELT
Roboter, der selbständig Müll sammelt und Abfälle aus der Umwelt entfernt. Maschine, die Mikroplastik aus Gewässern filtert.

THEMENBEREICH MOBILITÄT
Elektrisches Flugzeug zur Reduktion von CO₂-Emissionen. Magnetschwebe-Auto mit Propeller- und Solartechnik.

THEMENBEREICH ALLGEMEINE IDEEN, TECHNOLOGIEN
UND INNOVATIONEN
Zeitreisende Telefonzelle und Teleportiermaschine. Hausaufgaben-Roboter. Einkaufs- und Zustellroboter.

 

ACADEMIA SUPERIOR DIALOG

DIALOG „Russland – Ewige Diktatur oder Chance für Demokratie?“

7. Februar 2025; Festsaal der Johannes Kepler Universität Linz (JKU), Veranstaltung 19:00 bis 20:30; Kooperationspartner: Energie AG

„REGIME HABEN EIN ABLAUFDATUM - ABER NICHT ZWINGEND ZUGUNSTEN EINER WESTLICHEN DEMOKRATIE“

Der 25. DIALOG der ACADEMIA SUPERIOR am 7. Februar 2025 im Festsaal der JKU widmete sich der Leitfrage „Russland – Ewige Diktatur oder Chance für Demokratie?“. Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten mit ORF-Auslandskorrespondent Paul Krisai die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen des Landes. Krisai zeichnete das Bild eines zunehmend repressiven Systems, in dem Medienfreiheit und zivilgesellschaftlicher Handlungsspielraum stark eingeschränkt sind. Der Krieg gegen die Ukraine habe autoritäre Strukturen weiter verfestigt und wirtschaftliche wie propagandistische Mechanismen zur Stabilisierung des Regimes gestärkt.

In der Diskussion wurde deutlich, dass demokratische Perspektiven derzeit als wenig wahrscheinlich gelten. Viele Russinnen und Russen verbinden Demokratie mit den Krisenjahren der 1990er-Jahre und sehen Stabilität als vorrangiges Gut. Zugleich bleibt offen, welche Dynamiken ein möglicher Machtwechsel auslösen würde. ACADEMIA SUPERIOR Obfrau Christine Haberlander betonte abschließend die Verantwortung Europas, demokratische Werte aktiv zu schützen und Meinungsfreiheit als Fundament offener Gesellschaften zu verteidigen.

"MENSCHEN WERDEN VERHAFTET, NUR WEIL SIE MIT LEEREN PLAKATEN PROTESTIEREN"

DIALOG „Was künstliche Intelligenz kann, darf und bringt“

23. Juni 2025; Südflügel Linzer Schloss, Veranstaltung: 19:00 bis 20:30; Kooperationspartner: Österreichische Apothekerkammer 

„WIR SITZEN IM FAHRERSITZ, KI IST EIN WERKZEUG - NICHT MEHR, ABER AUCH NICHT WENIGER“

Der 26. DIALOG der ACADEMIA SUPERIOR am 23. Juni 2025 im Linzer Schloss widmete sich unter dem Titel „Was künstliche Intelligenz kann, darf und bringt“ den strategischen Implikationen künstlicher Intelligenz für Gesellschaft, Gesundheit und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten mit Sepp Hochreiter über Potenziale und Grenzen der Technologie. Im Gespräch mit dem wissenschaftlichen Leiter Markus Hengstschläger ordnete Hochreiter die Entwicklung von der in den 1990er-Jahren entstandenen LSTM-Architektur bis zu heutigen Anwendungen ein, die weltweit wirtschaftliche Wertschöpfung generieren. Zugleich wurde betont, dass KI logische Prozesse optimieren kann, normative Entscheidungen jedoch beim Menschen verbleiben. „Wir sitzen im Fahrersitz, KI ist ein Werkzeug – nicht mehr, aber auch nicht weniger“, so Hochreiter.

In ihrer Eröffnung hob ACADEMIA SUPERIOR Obfrau Christine Haberlander die wachsende Bedeutung von KI für Industrie und Gesundheitswesen hervor und verwies auf die Notwendigkeit verantwortungsvoller Gestaltung. Konkrete Anwendungsfelder wie digitale Zwillinge, datenbasierte Patienteninformation oder optimierte Logistikprozesse verdeutlichten das Transformationspotenzial ebenso wie neue Berufsbilder im Bereich Datenmanagement. Mit rund 2.400 inskribierten Studierenden zählt das KI-Studium in Linz bereits zu den größten Studienrichtungen der Universität und unterstreicht die strategische Positionierung des Standorts. Die Veranstaltung, unterstützt von der Apothekerkammer Oberösterreich, machte deutlich, dass technologische Innovationskraft langfristig nur im Zusammenspiel mit klarer Governance und gesellschaftlicher Verantwortung wirksam wird.

"DIGITALE ZWILLINGE WERDEN EIN SCHLÜSSEL: SIE ERMÖGLICHEN SIMULATIONEN IN ECHTZEIT – OB IN DER INDUSTRIE ODER IN DER MEDIZIN."

DIALOG „Kunst und Freiheit: Warum unsere Gesellschaft das Hinschauen nicht verlernen darf“

8. Oktober 2025; Anton Bruckner Privatuniversität, Veranstaltung: 19:00 bis 20:30; Kooperationspartner: HYPO Oberösterreich

„DER ZUFALL IST NICHT ZU UNTERSCHÄTZEN UND MINDESTENS SO WICHTIG WIE DER EINFALL.“

Der 27. DIALOG der ACADEMIA SUPERIOR am 8. Oktober 2025 fand erstmals an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz statt und widmete sich unter dem Titel „Kunst und Freiheit: Warum unsere Gesellschaft das Hinschauen nicht verlernen darf“ der Rolle von Kunst in offenen Gesellschaften. Im Gespräch mit der Malerin Xenia Hausner diskutierten rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Kunstfreiheit, gesellschaftliche Polarisierung und die Verantwortung demokratischer Öffentlichkeit. In ihrer Eröffnung betonte ACADEMIA SUPERIOR Obfrau Christine Haberlander die Bedeutung von Kunst als Resonanzraum jenseits algorithmischer Echokammern. Rektor Martin Rummel sowie HYPO-OÖ-Vorstandsvorsitzender Klaus Kumpfmüller hoben die Verbindung von künstlerischer Freiheit, kritischem Denken und Standortqualität hervor.

Im Dialog mit dem wissenschaftlichen Leiter Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger sprach Xenia Hausner über Ambivalenz als künstlerisches Prinzip und über die Freiheit der Kunst im Spannungsfeld von „Cancel Culture“ und globaler Zensur. Kunst dürfe alles, so Hausner, bleibe jedoch der Wahrung menschlicher Integrität verpflichtet. Ihre Arbeiten zielten nicht auf Eindeutigkeit, sondern auf Irritation und Reflexion. Der Abend verdeutlichte, dass Kunst und Wissenschaft einen gemeinsamen Kern teilen: die Fähigkeit, Wahrnehmung zu schärfen, Gewissheiten zu hinterfragen und demokratische Diskursräume offen zu halten.

„DER ZENITH DER CANCEL CULTURE IST BEREITS ÜBERSCHRITTEN, UND SIE IST AUCH ZUNEHMEND HUMORLOS GEWORDEN.“

ACADEMIA SUPERIOR im Gespräch

Stabilität und Zukunftsfähigkeit entstehen durch fundierten Diskurs und klare Prioritätensetzung. ACADEMIA SUPERIOR schuf im Berichtsjahr dafür zwei komplementäre Gesprächsräume.

Beim Afternoon Tea in Wien diskutierte Lord Brian Griffiths mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft über Inflation, Staatsverschuldung und Produktivität in Europa. Inflation wurde als gesellschaftliche Belastung eingeordnet, Preisstabilität als Voraussetzung sozialen Zusammenhalts. Angesichts steigender Zinsen und knapper Budgets stand die Frage im Raum, wie Investitionen in Sicherheit, Klimatransformation und Innovation finanziert und priorisiert werden können. Transparenz, Wirkungsmessung und strukturelle Produktivitätssteigerungen wurden als zentrale Hebel benannt.

In einem Workshop an der Johannes Kepler Universität Linz brachten Jugendliche ihre Perspektiven auf die Europäische Union ein. Im World Café-Format formulierten sie konkrete Impulse zu Bildung, Mobilität, Bürokratieabbau und Digitalisierung.

Beide Formate verdeutlichen den Anspruch von ACADEMIA SUPERIOR, ökonomische Strukturfragen und gesellschaftliche Zukunftserwartungen im Dialog zusammenzuführen.

„Wie Jugendliche die EU sehen“ – ein Workshop mit der Union Höherer Schüler:innen

24. Jänner 2025; Agora der Universitätsbibliothek der JKU, Altenbergerstraße 69, 4040 Linz; Workshop: 15:30 bis 19:45

 

"EUROPA MUSS FÜR JUNGE MENSCHEN KONKRET ERFAHRBAR UND MITGESTALTBAR SEIN – NUR SO BLEIBT ES LEBENDIG UND ZUKUNFTSFÄHIG."

Die Zukunft Europas gewinnt an Kontur, wenn junge Menschen ihre Perspektiven in strukturierte Dialogformate einbringen. In einem Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern der Union Höherer Schüler diskutierte ACADEMIA SUPERIOR die Rolle der Europäischen Union aus Sicht der nächsten Generation.

Im World Café-Format beschrieben die Jugendlichen die EU primär als wirtschaftliches und politisches Bündnis zur Sicherung von Frieden und Stabilität. Gleichzeitig formulierten sie konkrete Erwartungen an ihre Weiterentwicklung. Im Mittelpunkt standen Impulse für die Bildungspolitik, darunter der Ausbau internationaler Austauschprogramme, vergleichbare Bildungsstandards innerhalb der EU sowie die stärkere Integration von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Kompetenzen im Bereich Künstliche Intelligenz in Lehrpläne.

Darüber hinaus wurden Bürokratieabbau, transparente Information über Entscheidungsprozesse und eine intensivere Vernetzung junger Menschen als zentrale Anliegen benannt. Der Dialog machte deutlich, dass partizipative Formate nicht nur politische Bildung stärken, sondern auch substanzielle Impulse für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung Europas liefern können.

ACADEMIA SUPERIOR „Afternoon Tea“ über Inflation, Staatsschulden und gesellschaftlichen Zusammenhalt

1. Oktober 2025; Kärntner Straße 7, 1010 Wien; Afternoon Tea: 16:00 bis 18:00 Uhr

 

„INVESTITIONEN IN SICHERHEIT, RESILIENZ UND KLIMATRANSFORMATION MÜSSEN TROTZ BEGRENZTEM SPIELRAUM FORTGESETZT WERDEN.“

Wirtschaftliche Stabilität ist mehr als eine Frage von Kennzahlen. Im Gespräch mit Lord Brian Griffiths diskutierte ACADEMIA SUPERIOR mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft die Wechselwirkungen zwischen Inflation, Staatsverschuldung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Inflation wurde als soziales Problem eingeordnet, das insbesondere Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen belastet und Vertrauen in wirtschaftliche Planbarkeit untergräbt. Preisstabilität erscheint damit als Voraussetzung sozialen Zusammenhalts. Zugleich wurde die gestiegene Zins-Sensitivität öffentlicher Haushalte betont: Hohe Schuldenquoten und kurze Laufzeiten erhöhen die Anfälligkeit gegenüber Zins- und Wachstumsschocks und engen den finanzpolitischen Spielraum ein.

Für Europa wurden zwei strukturelle Herausforderungen identifiziert: der demografische Wandel in Verbindung mit einem reformbedürftigen Wohlfahrtsstaat sowie eine im internationalen Vergleich zu geringe Trendproduktivität. Als zentrale Hebel gelten Innovation, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen und eine leistungsfähige, umsetzungsorientierte Verwaltung.

Der Diskurs verdeutlichte, dass solide Finanzen, produktivitätsorientierte Reformen und transparente Prioritätensetzung keine technokratischen Details sind, sondern Grundlagen für Vertrauen, institutionelle Stabilität und langfristige Resilienz.

Gesundheit 2040 – Auftakt Workshop                                                 

23. Juni 2025; Südflügel Linzer Schloss; Veranstaltung: 16:00 bis 18:00                                                                                                    Kooperationspartner: österreichische Apothekerkammer, Ärztekammer Oberösterreich

„EINE KONSTRUKTIVE GEMEINSAME INITIATIVE“

Im Rahmen eines Zukunftsworkshops leitete die ACADEMIA SUPERIOR einen partizipativen Prozess für Perspektiven zum Thema Gesundheit ein. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Institutionen diskutierten in vier thematischen Panels – Fachpersonal der Zukunft, Ethik zukünftiger Gesundheitswelten, Versorgungssicherheit sowie One Health: gesunde Umwelt, gesunder Mensch – zentrale strukturelle Herausforderungen. Der interdisziplinäre Zugang ermöglichte eine systematische Bündelung unterschiedlicher Perspektiven und eine erste strategische Verdichtung der Handlungsfelder.

Als Zwischenergebnis wurden „Fragen an die Zukunft“ formuliert, die den analytischen Rahmen für die weitere Ausarbeitung bilden. In den kommenden Wochen werden die Impulse strukturiert aufbereitet und um zusätzliche fachliche Expertise erweitert. Damit startet ein evidenzbasierter, dialogorientierter Prozess, der wissenschaftliche Analyse mit praxisnaher Zukunftsgestaltung verbindet.

Gesundheit 2040 – Workshop „Was kann das System 2040 leisten?“ 

18. November 2025; HYPO Oberösterreich, Veranstaltung: 16:00 bis 19:00; Kooperationspartner: österreichische Apothekerkammer, Ärztekammer Oberösterreich, HYPO Oberösterreich

Der Workshop „Zukunft der Gesundheit: Was kann das System 2040 leisten?“ am 18. November 2025 brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Medizin, Pharmazie, Pflege, Gesundheitsökonomie und Verwaltung zusammen, um ein realistisches Leistungsversprechen des Gesundheitssystems für das Jahr 2040 zu diskutieren. Unterstützt von der HYPO Oberösterreich und moderiert von Geschäftsführer Clemens Zierler sowie Kati Hochhold, standen strukturelle Fragen der Finanzierbarkeit, Steuerung und Verantwortungszuordnung im Mittelpunkt. Deutlich wurde, dass demografischer Wandel, medizinischer Fortschritt und steigende Kosten – insbesondere im Bereich hochpreisiger Therapien – den Handlungsdruck erhöhen. Zugleich erfordern komplexer werdende Medikamentenlinien und innovative Behandlungsformen wie Gentherapien neue Formen systemweiter Koordination.

In der Diskussion wurde die Bedeutung klarer Entscheidungsstrukturen, realistischer Erwartungshaltungen und einer gestärkten Gesundheitskompetenz hervorgehoben. Ungesteuerte Zugänge und Mehrfachbehandlungen belasten das System bereits heute. Gleichzeitig eröffnen interprofessionelle Zusammenarbeit, moderne Ausbildungswege und digital unterstützte Prozesse neue Effizienzpotenziale, sofern sie strukturell verankert werden. Die im Workshop gewonnenen Erkenntnisse fließen in die laufenden Zukunftsbilder der ACADEMIA SUPERIOR ein.

Gesundheit 2040 – Workshop „Wege zu einem kohärenten und steuerungsfähigen Gesundheitssystem 2040“

24. November 2025; Tech Harbor; Veranstaltung 17:00 bis 20:00; Kooperationspartner: österreichische Apothekerkammer, Ärztekammer Oberösterreich, HYPO Oberösterreich 

Der Workshop „Zukunft der Gesundheit: Wege zu einem kohärenten und steuerungsfähigen Gesundheitssystem 2040“ am 24. November 2025 versammelte auf Einladung der ACADEMIA SUPERIOR eine interdisziplinäre Gruppe ausgewiesener Fachleute aus Ökonomie, Medizin, Pharmazie, Pflege, Labor, Verwaltung und Primärversorgung. Moderiert von Mag. Clemens Zierler und Kati Hochhold stand die Frage im Mittelpunkt, wie ein fragmentiertes System angesichts steigender Nachfrage, wachsender Komplexität und begrenzter Ressourcen strukturell weiterentwickelt werden kann. Diskutiert wurde ein One-Stop-Shop als Ordnungsprinzip, das Zuweisungen, Rückmeldungen und Versorgungsschritte konsistent gestaltet und Verantwortungswege klar definiert. Deutlich wurde, dass fehlende Interoperabilität digitaler Systeme, historisch gewachsene Sektorengrenzen und unklare Zuständigkeiten die Steuerungsfähigkeit derzeit erheblich einschränken.

Die Expertinnen und Experten betonten, dass eine wirksame Reform nur gelingen kann, wenn Finanzierungsmechanismen entlang realer Versorgungspfade organisiert, Datenräume standardisiert und multiprofessionelle Rollenprofile verbindlich verankert werden. Triage, pflegerische Erstkontakte und die stärkere Einbindung von Apotheken wurden als zentrale Elemente künftiger Versorgungslogiken identifiziert. Digitalisierung und KI können administrative Prozesse entlasten und Entscheidungsabläufe unterstützen, ersetzen jedoch keine strukturelle Neuausrichtung. Die erarbeiteten Perspektiven fließen unmittelbar in die vertiefenden Synthesen der ACADEMIA SUPERIOR ein und bilden eine zentrale Grundlage für das Zukunftsbild Gesundheit 2040.

ACADEMIA SUPERIOR Kooperation

Künstliche Intelligenz: Der neue Helfer im Alter in Kooperation mit dem oberösterreichischen Seniorenbund 

15. Jänner 2025; OÖ Versicherung, Gruberstraße 32, 4020 Linz; Veranstaltung: 14:00 bis 16:00.

"Chancen und Risiken zu erkennen, ist wesentlich für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz, eine Offenheit für mehr Informationen Künstliche Intelligenz betreffend, kann den Fokus verstärkt auf Chancen lenken."

Am 15. Jänner 2025 diskutierten ACADEMIA SUPERIOR und der Oberösterreichische Seniorenbund in Linz vor rund 100 Teilnehmenden die Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz für ältere Menschen. 

Präsentiert wurden Ergebnisse einer Umfrage unter 635 Mitgliedern des Seniorenbundes, die eine hohe Smartphone-Nutzung, aber auch anhaltende Vorbehalte gegenüber KI zeigte. Fachliche Impulse von Christine Haberlander, Josef Pühringer, Matthias Fink und Patrick Reisinger beleuchteten Anwendungsmöglichkeiten im Alltag, im Gesundheitswesen und in der digitalen Kompetenzvermittlung. 

Die Veranstaltung machte deutlich, dass ältere Menschen grundsätzlich offen für technologische Entwicklungen sind, zugleich jedoch klare Rahmenbedingungen und verständliche Angebote benötigen. Sie lieferte wichtige Anknüpfungspunkte für den weiteren gesellschaftlichen Dialog über KI.

KONSENS – Gemeinsam Lösungen entwickeln >> Steuerpolitik zwischen Wettbewerbsfähigkeit, sozialer Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit 

1. Dezember 2025; Industriellenvereinigung OÖ, Eisenhandstraße 15, 4020 Linz; Veranstaltung: 18:00 bis 20:30

Mit „KONSENS – Gemeinsam Lösungen entwickeln“ startete Academia Superior gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Oberösterreich eine neue Diskussionsreihe zu zentralen Zukunftsfragen der Steuerpolitik. Im Fokus der Auftaktveranstaltung standen Reformbedarf, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungsvereinfachung des österreichischen Steuersystems. Die Beiträge aus Wissenschaft, Wirtschaft und Beratung verdeutlichten sowohl gemeinsame Prioritäten – etwa Entlastungen beim Faktor Arbeit und mehr Effizienz – als auch unterschiedliche Einschätzungen einzelner Stakeholderinnen und Stakeholder.

"Die Abgabenquote muss durch Strukturreformen sinken."

"Ein Steuersystem funktioniert nur dann gut, wenn es klar, effizient und zukunftsfähig gestaltet ist."

"Mit einem Steuerkodex kann man nicht die Welt retten."

"Steuern sind der Preis für die Zivilisation, nur im Urwald gibt es keine Steuern."

Meinungsfreiheit unter Druck – High-Level-Roundtable mit Prof. Carson Holloway

15. Dezember 2025; medLOF | MED Campus I, ADM 9. OG, Krankenhausstraße 5, 4020 Linz; Veranstaltung: 16:00 bis 18:30 Uhr

ACADEMIA SUPERIOR veranstaltete in Kooperation mit der US-Botschaft einen High-Level-Roundtable mit Prof. Carson Holloway (University of Nebraska Omaha). Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Meinungsfreiheit unter Bedingungen zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung zu verstehen ist.

Prof. Holloway betonte in seinem Impuls, dass Meinungsfreiheit ein zentrales Fundament demokratischer Ordnungen darstellt, jedoch dort Grenzen findet, wo bewusst falsche Tatsachen verbreitet oder politische Gewalt legitimiert wird. Mit Verweis auf Alexander Hamilton unterstrich er die historische Verbindung von Pressefreiheit, Verantwortung und Wahrheitsorientierung. Zudem skizzierte er Unterschiede zwischen der US-amerikanischen und der europäischen Rechtstradition, insbesondere hinsichtlich der Auslegung und Begrenzung von Meinungsfreiheit.

In der anschließenden Diskussion wurden Fragen der institutionellen Verantwortung, der Rolle digitaler Plattformen sowie der Voraussetzungen für Dialogfähigkeit und Vertrauen vertieft. Der begrenzte Teilnehmerkreis aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft ermöglichte einen fokussierten Austausch.

 

DIE THEMEN

2025

Orientierung in Zeiten beschleunigten Wandels

Wissen, Vertrauen und Resilienz als gesellschaftliche Schlüsselressourcen

Das Jahr 2025 stand im Zeichen tiefgreifender Umbrüche. Technologische Innovationen, demografische Verschiebungen und wachsende gesellschaftliche Polarisierung wirkten nicht isoliert, sondern verstärkten sich gegenseitig. In diesem Spannungsfeld wurde deutlich, dass sich Zukunftsfähigkeit weniger an einzelnen Technologien oder Reformen entscheidet, sondern an der Fähigkeit von Gesellschaften, Wissen einzuordnen, Vertrauen zu erhalten und mit Unsicherheit produktiv umzugehen.

Die Analysen von ACADEMIA SUPERIOR zeigen, dass Bildung, Gesundheit, Digitalisierung und sozialer Zusammenhalt zunehmend als zusammenhängende Gestaltungsfelder zu verstehen sind. Fragen der Chancengerechtigkeit, der demokratischen Teilhabe und der institutionellen Resilienz ziehen sich dabei wie ein roter Faden durch alle Themenbereiche.

Bildung als Fundament gesellschaftlicher Teilhabe

Internationale Studien verdeutlichen, dass Bildungserfolg weiterhin stark von sozialer Herkunft abhängt. Trotz steigender Bildungsbeteiligung bleiben strukturelle Ungleichheiten bestehen, insbesondere für Kinder aus nicht akademischen Haushalten oder mit erhöhten Betreuungspflichten. Gleichzeitig verändern digitale Technologien und Künstliche Intelligenz Lernprozesse grundlegend. Sie eröffnen neue Zugänge zu Wissen, bergen jedoch auch das Risiko oberflächlicher Informationsverarbeitung und wachsender Ungleichheiten.

Entscheidend ist daher nicht allein der Zugang zu Bildung, sondern ihre Qualität und ihre Einbettung in pädagogische Konzepte, die kritisches Denken, Selbstwirksamkeit und digitale Mündigkeit fördern. Bildung erweist sich damit nicht nur als individuelle Ressource, sondern als Voraussetzung für gesellschaftliche Resilienz und demokratische Stabilität.

Gesundheit als vernetztes Zukunftsthema

Gesundheit wird zunehmend als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sichtbar. Demografischer Wandel, steigender Pflegebedarf und wachsende Ungleichheiten in Gesundheitschancen stellen bestehende Systeme vor strukturelle Herausforderungen. Zugleich eröffnen neue medizinische Ansätze, digitale Diagnostik und präventive Strategien erhebliche Potenziale.

Die vorliegenden Analysen machen deutlich, dass nachhaltige Gesundheitspolitik integrierte Ansätze erfordert, die Bildung, Arbeitswelt, soziale Absicherung und technologische Innovation zusammendenken. Gesundheit ist damit nicht nur Ergebnis medizinischer Versorgung, sondern Ausdruck sozialer Teilhabe, institutionellen Vertrauens und kollektiver Lernfähigkeit.

"GESUNDHEIT IST FÜR DIE MENSCHEN DAS WERTVOLLSTE. DAHER IST ES EINE BESONDERS WICHTIGE AUFGABE, DASS SICH DIE POLITIK DIESEM THEMA AUCH WIDMET."

Digitalisierung zwischen Produktivität und Verantwortung

Künstliche Intelligenz ist 2025 endgültig im Alltag angekommen, in Schulen, Unternehmen und privaten Lebensbereichen. Studien zur Nutzung von Chatbots zeigen eine Verschiebung von rein arbeitsbezogenen Anwendungen hin zu Lernhilfe, Entscheidungsunterstützung und kreativen Prozessen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Orientierung. Wie lassen sich technologische Effizienzgewinne mit kritischem Denken, Datenschutz und demokratischer Kontrolle verbinden?

Die Analysen unterstreichen, dass technologische Entwicklung nur dann gesellschaftlichen Mehrwert schafft, wenn sie in robuste Institutionen, klare Regeln und eine Kultur der Verantwortung eingebettet ist. Digitalisierung wird damit zur Frage der Governance und nicht allein der Innovation.

Vertrauen als zentrale Ressource demokratischer Gesellschaften

Mehrere internationale Befunde verweisen auf einen schleichenden Vertrauensverlust in Institutionen, Medien und politische Prozesse. Gleichzeitig zeigt sich, dass Wissenschaft weiterhin vergleichsweise hohes Vertrauen genießt, insbesondere dort, wo Transparenz, Dialog und Partizipation gestärkt werden. Formate wie Citizen Science oder neue Formen der Wissenschaftskommunikation eröffnen hier wichtige Brücken zwischen Forschung, Politik und Gesellschaft.

Vertrauen entsteht nicht durch einfache Antworten, sondern durch nachvollziehbare Entscheidungsprozesse, Offenheit für Unsicherheit und die Bereitschaft zum Dialog. In diesem Sinne wird Demokratiefähigkeit zu einer Schlüsselkompetenz in einer zunehmend komplexen Welt.

"KI IST EIN WERKZEUG, VERGLEICHBAR MIT ELEKTRIZITÄT ODER DEM COMPUTER. ES GEHT NICHT UM SELBSTZWECK, SONDERN DARUM, KOMPLEXE SYSTEME ZU VERSTEHEN UND BESSER ZU STEUERN."

Ausblick

Die Beiträge des Jahres 2025 machen deutlich, dass Zukunft nicht planbar, aber gestaltbar ist. Orientierung entsteht dort, wo Wissen sorgfältig eingeordnet, gesellschaftliche Spannungen ernst genommen und langfristige Perspektiven entwickelt werden. ACADEMIA SUPERIOR versteht sich dabei als Ort der Einordnung, des Dialogs und der Verbindung unterschiedlicher Perspektiven, mit dem Ziel, gesellschaftliche Resilienz zu stärken und Zukunftsfähigkeit verantwortungsvoll mitzugestalten.

"WENN WIR ÜBER DIE ZUKUNFT SPRECHEN, DANN NICHT MIT FERTIGEN ANTWORTEN, SONDERN MIT DER BEREITSCHAFT, DIE RICHTIGEN FRAGEN ZU STELLEN."

HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
UND TAKE-AWAYS